Turbulente Saison blickt der Krönung entgegen

1. Mannschaft

Das Fernduell gegen Ruggell könnte am Sonntag bereits seinen Abschluss finden.

Das Fernduell gegen Ruggell könnte am Sonntag bereits seinen Abschluss finden.

Mit einer fast komplett neuen Mannschaft und einem neuen Trainerteam startete die erste Mannschaft im vergangenen Jahr noch einmal richtig durch. Während vor einem Jahr der Aufstieg am letzten Spieltag vergeigt wurde, hat der FCS nun einen Zähler mehr Vorsprung als im vergangenen Jahr. Und das trotz aller Widrigkeiten, welche die Saison für die Schaaner zu bieten hatte. Bereits am Sonntag könnte man – sollte man in St. Gallen reüssieren und der FC Ruggell gegen Diepoldsau patzen – als Meister den Wiederaufstieg realisieren. Darauf arbeiten alle verbliebenen Kräfte zielstrebig hin.

Angefangen hat alles mit einer Neuausrichtung: Im Sommer 2015 hatte die erste Mannschaft zahlreiche Abgänge zu beklagen – unter anderem das Trainerteam. Einige spielen nun beim Verfolger Ruggell in derselben Liga. Nicht gerade eine günstige Ausgangslage für ein neues, könnte man meinen. Was der Staff in Schaan aber in den letzten Monaten geleistet hat, verdient viel Respekt. Sportchef Fabian Baumgartner, Trainer Nathanael Staub und Co-Trainer Lucas Eberle haben alles in die Waagschale geworfen, erlebten zahllose schlaflose Nächte und verpflichteten die richtigen Leute. Deshalb steht man nun verdient an der Tabellenspitze – zwei Punkte vor den Konkurrenten aus dem Unterland.

Im Vergleich zu Ruggell haben die Schaaner in der Rückrunde vier Punkte gutgemacht. Nach der Vorrunde lagen sie zwei Zähler hinter Ruggell auf dem zweiten Tabellenplatz. Den Punktevorsprung auf Staad konnte man von zwei auf fünf Zähler ausbauen. Und dies trotz herausfordernden Bedingungen aufgrund etlicher Abgänge in der Rückrunde und enorm vielen Verletzungsabsenzen in den letzten Monaten.

Zahlreichen Rückschlägen getrotzt – Optimismus Gebot der Stunde

Der Buchser weiss schliesslich, was er an seinem Team hat. Ein Team, von deren Ausgangsformation nicht viele übrig geblieben sind. „Nachdem uns Agron Beqiri, Okan Eris, Gerrardo Carrabs, Mersad Sisic, Fabio Ventura und Matheus Ferreira nach der Vorrunde verliessen, haben sich im Verlaufe der Rückrunde leider auch noch einige Akteure schwerwiegende Verletzungen zugezogen. Fitim Behluli und Dragan Nikolic stellen sich der Herausforderung, nach einem Kreuzbandriss wieder zu genesen. Harun Atsiz hat nach einer guten Rückrundenvorbereitung einen Muskelfaserriss erlitten und Mico Nikolic musste sich letzte Woche einer Leistenoperation unterziehen“, erklärt der Trainer die angespannte Personaldecke. Agim Zeciri biss sich zudem in den vergangenen vier Spielen mit einem Rippenbruch durch und am letzten Samstag in Diepoldsau schied auch Burak Eris mit einer Muskelverletzung aus.

„Wir wollen nicht jammern. Aber für alle Kritiker, die eben nicht hinter die Kulissen sehen – oder sich auch nicht die Mühe machen, hinter die Kulissen sehen zu wollen – ist das eventuell eine mögliche Begründung, weshalb in Spielen wie gegen Goldach, Rheineck oder gegen Teufen nicht immer alles so lief, wie das alle FC Schaan- Anhänger gerne gehabt hätten“, erklärt der Buchser in Diensten des FC Schaan. Dank tollem Engagement und ehrlicher und harter Trainingsarbeit des gesamten Teams, der Unterstützung der Azzurri und der 3. Mannschaft und der ehrlichen Fans – die das Team auch dann anfeuern, wenn es mal nicht optimal läuft – kämpfte sich die Truppe von Spiel zu Spiel und nimmt nun am kommenden Sonntag die nächste herausfordernde Partie gegen Dardania in Angriff. Wer nämlich so weit gekommen ist, möchte mehr!“Zwei Runden vor Saisonschluss haben wir die Gewissheit, dass wir es in den eigenen Füssen haben, unser oberstes Ziel, das wir schon zu Beginn der Saison offen ausgesprochen haben, erreichen zu können“, erklärt Nati Staub zuversichtlich. Und das haben die Schaaner auch in Diepoldsau, wo es lediglich im Abschluss haperte, eindrücklich gezeigt.

Herausforderung in St. Gallen – Fans als 12. Mann gefordert

„Dieses Team hat bis anhin eine tolle Rückrunde gespielt und sich am letzten Wochenende mit einem eindrücklichen 5:3- Sieg in Rüthi den Klassenerhalt gesichert“, beginnt Staub mit der Gegneranalyse. Auch in Spielen wie gegen Ruggell (unglücklich 2:1 verloren) oder gegen Triesenberg (5:3 gewonnen) zeigte das Team aus St.Gallen, dass es über viel Offensivpotential verfügt. Ebenfalls rangen sie dem FC Rheineck auswärts eine Punkt (2:2) ab. „Wir sind also gewarnt und werden unser gesamtes Können abrufen müssen und wie bereits in Diepoldsau ist eine geschlossene Defensiv-Teamleistung Pflicht! Zusätzlich werden wir im Abschluss das nötige Glück erzwingen müssen, um Tore zu erzielen und den Platz als Sieger zu verlassen. Wir freuen uns, wenn viele Supporter die Reise nach St.Gallen auf sich nehmen und uns lautstark anfeuern werden.“

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