Mit 5:0-Kantersieg auf Platz 2 gestürmt

1. Mannschaft

Derby: FC Ruggell - FC SchaanDer FC Schaan setzte sich im 3.-Liga-Derby gegen Ruggell gleich mit 0:5-Toren durch. Die Troisio-Elf kam mit den garstigen Verhältnissen eindeutig besser zurecht und übernahm dank der drei Punkte Platz zwei in der Gruppe 2.
Es gibt sicher Schöneres für einen Fussballer, als bei solch garstigen Wetterbedingungen auf dem Platz zu stehen. Doch wenn angepfiffen wird, dann muss man parat sein. Egal ob es windet, regnet oder kalt ist. FC-Schaan-Trainer Vito Troisio hat in der Kabine offensichtlich die richtigen Worte gefunden, um seine Jungs sprichwörtlich heiss zu machen. Die Schaaner präsentierten sich von Anfang an sehr bissig, lauffreudig und kämpferisch. Also genau mit jenen Tugenden, die man bei einem Derby braucht. Dass es am Ende ein klarer 0:5-Sieg wurde, lag aber an der Kaltschnäuzigkeit der Stürmer. Beqiri, Bischof und Zeciri in der ersten Halbzeit sowie Ismaili nach der Pause nutzten die Fehler der Ruggeller aus und verwerteten ihre Chancen konsequent. Das 0:5 resultierte aus einem Eigentor von Ritter.

Zwei Tore innert drei Minuten
Dem 0:1 in der 16. Minute ging eine schöne Kombination voraus. Bischof passte zu Zeciri, dieser zu Beqiri, der schliesslich einnetzte. Nur drei Minuten später spielten sich Zeciri und Ismaili durch. FCR-Goalie Marxer konnte vorerst zwar noch klären, doch Bischof verwertete den Abpraller zum 0:2. Erst jetzt ging ein Ruck durch die Ruggeller Mannschaft und die Gastgeber drückten nun aufs Tempo. Die Schaaner konnten sich in dieser Phase oft nur mit Fouls behelfen. Der Anschlusstreffer gelang dem FCR aber nicht, obwohl Collin Haas das 1:2 auf dem Fuss hatte. FCS-Goalie Rupf parierte aber glänzend. Als der agile Zeciri in der 36. Minute von einem haarsträubenden Patzer in der Ruggeller Hintermannschaft profitierte und das 0:3 erzielte, war die Partie zur Halbzeit entschieden.

Nach der Pause bemühten sich die Ruggeller zwar weiterhin, doch wollte ihnen an diesem Abend nichts gelingen. Im Gegenteil: Ismaili und ein Eigentor von Ritter besiegelten die 0:5-Niederlage. Und wie es sich für ein solches Derby gehört, wurde die Partie mit einer Kuriosität beendet. Als die Uhr im Freizeitpark Widau auf die 90. Minute sprang, fiel das Licht aus. «Wenn die Flutlichtanlage schon nicht mehr will», dachte sich wohl  Schiedsrichter Roberto Passeri aus Weinfelden, «pfeif ich eben ab».

Schaan zeigte eine geschlossende Mannschaftsleistung und setzte sich mit den drei Punkten hinter Wittenbach (gestern 5:0-Sieg gegen Teufen) auf Platz zwei. Der FC Ruggell dagegen muss sich in den nächsten Spielen steigern, ansonsten ist man schnell mitten im Abstiegskampf. (Piero Sprenger, Liechtensteiner Vaterland)

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