Ein Schaaner Team ist weiter

Valentin Flatz im Zweikampf. Foto: Michael Zanghellini

Glücklicheres Ende für die 1. Mannschaft in Ruggell, mangelndes Glück für die Azzurri in Triesen. So lässt sich der Cup-Abend aus Schaaner Sicht zusammenfassen. Wobei dies den absolut spannenden Partien auf den Fussballplätzen nicht ganz gerecht wird. Den kampfstarken Gegnern aus der jeweils tieferen Liga war es anzumerken, dass sie eine Cup-Sensation erzwingen wollten. Das Schaaner Eins errang am Ende den Sieg, hatte zwischenzeitlich aber auch viel Glück.

Bei einer kampfstarken, motivieren Truppe in Ruggell markierte das Schaaner Eins zwar schon früh (18.) durch Michael Giger die Führung, richtig überzeugen mochte das Team aber nicht. Motivierte Ruggeller – motiviert durch den Klassenunterschied und das Heimrecht – liessen nicht locker und kamen zum Ausgleich durch Konstantin Marxer (63.). Mit Chancen hüben wie drüben ging das Spiel für die gespannten Zuschauer dahin und beide Mannschaften hätten den Sieg nach Hause schaukeln können. Nachdem der Schiedsrichter die Verlängerung anpfiff, war Schaan das Team, das mehr Reserven mobilisieren konnte. Glücklich aber folgerichtig traf Vito Troisio nach einer Vorlage von Michael Vogt zum goldenen Tor in der 120. Minute.

Jenes Glück, das dem Fanion-Team treu war, fehlte den Azzurri beim FC Triesen: Der Viertligist gewann in einem packenden Pokalfight gegen den  Drittliga-Aufsteiger aus Schaan nach Verlängerung mit 4:2. Insgesamt drei Mal (4./40./96.) traf Fabian Hutter für die Mannschaft vom Spielertrainer Raphael Rohrer, der ebenfalls aus Schaan stammt. Den entscheidenen vierten Treffer steuerte Johannes Schlotmann (99.) zum Sieg bei. Dabei führte Triesen schon zur Pause mit 2:0, ehe Lopes Perreira (54.) und Bicker mit einem Fouelelfmeter (59.) den Ausgleich markierten und das Spiel in die Verlängerung schickten. Fast hätten die Schaaner sogar noch gewonnen, doch Marco Vogt traf nur die Latte (90.).

So kam das Schaaner Eins noch einmal mit einem blauen Auge davon, während die Azzurri die knallharten Regeln des Liechtensteiner Cups zu spüren bekam. Es gibt sie also doch noch – die Spiele, in denen der tieferklassige Gegner einem das Bein stellen kann. So hofft wohl der FC Schaan nun im Viertelfinale auf einen höherklassigen Gegner, bei dem er diese Regel ebenfalls anwenden kann.

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