Showdown in der 2. Liga interregional

Der Kampf steht in den kommenden Wochen im Zentrum.

Der Kampf steht in den kommenden Wochen im Zentrum.

Vier Spiele vor Schluss könnte es in der 2. Liga interregional, Gruppe 6, kaum spannender sein. Klammert man den FC Frauenfeld als „praktisch gerettet“, kämpfen fünf Teams um zwei rettenden Nichtabstiegsplätze. Dabei hat Schaan neben Töss das vermeintlich einfachste Restprogramm. Und am Ende könnte noch eine Änderung darüber entscheiden, ob vielleicht doch nur zwei Teams absteigen. Das ambitionierte Minimalziel der Schaaner: 10 Punkte aus vier Spielen.

Die Nerven könnten blanker kaum liegen: Der FC Schaan liegt nach dem Nachtragsspiel zwischen dem FC Seuzach und dem FC Töss (1:2) auf dem letzten Platz – drei Punkte fehlen auf den rettenden 11. Platz, doch Mels hat noch zwei Spiele weniger. Sirnach (10.) hat zwar nur ein Spiel weniger, liegt aber bereits fünf Punkte voraus. Viel Hoffnung besteht nicht mehr für die Troisio-Truppe – könnte man meinen.

„Nichts entschieden“
Doch der Spielplan ist interessant. So müssen sich die fünf Teams untereinander gegenseitig die Punkte abknöpfen. Nicht weniger als fünf sogenannte 6-Punkte-Spiele stehen in den letzten vier Wochen an. „Wir brauchen jetzt noch mindestens 10 Punkte aus den letzten vier Spielen“, gibt sich der Spielertrainer des FC Schaan, Vito Troisio kämpferisch. „Wir dürfen jetzt nicht auf die Konkurrenz schauen, sondern unser Ding durchziehen und alles daran setzen, dass wir diese Siege einfahren. Es ist noch nichts entschieden.“ Vorentschieden ist jedoch der Aufstiegskampf in die 1. Liga Classic. Hier hat Chur bereits ein komfortables 5-Punkte-Polster auf Verfolger Linth. Die Bündner benötigen also maximal noch sieben Punkte aus vier Partien – bei einem machbaren Restprogramm.

„Leichtestes“ Restprogramm
Schaut man auf das Restprogramm der fünf Teams (s. Kasten), könnte man meinen, dass Schaan das leichteste hat. „Das Leichteste ist immer relativ. Vor allem in dieser Liga, in der jeder jeden schlagen kann, ist es nicht angebracht, von Leichtigkeit zu sprechen“, erklärt Troisio. Die Rechenspiele beschäftigen die Eingeweihten aber trotzdem. Und auch die Modalitäten könnten den fünf Teams noch zugute kommen. Denn wenn der beste Drittletzte aus der Gruppe 6 kommt, steigen nur zwei Teams ab.

Wichtig für den sportlichen Verlauf
Ein Klassenerhalt hätte einen positiven Effekt auf die weiteren Verlängerungen im Team. „Natürlich wollen die Spieler so hoch wie möglich und ihrem Niveau entsprechend spielen. Deshalb liebäugeln einige Spieler noch mit Angeboten aus anderen Ligen“, erklärt FCS-Präsident Michael Winkler. „Für die sportliche Ausrichtung wäre ein Klassenerhalt wichtig, damit wir für ambitionierte Spieler attraktiv bleiben.“ Doch auch das Szenario, wieder in die 2. Liga regional zurückzukehren hätte Vorteile: „Wir hätten mehr Derbys, mehr Spiele und würden sicher wieder vorne mitspielen. Das hätte auf die Stimmung und auf die Umsätze auf der Rheinwiese einen positiven Einfluss“, erklärt Winkler. Zudem sei die 2. Liga regional auch sportlich nicht zu unterschätzen. „Dennoch werden wir alles daran setzen, den sportlichen Status Quo zu verteidigen. Und ich denke, dafür haben wir die richtige Mannschaft und das richtige Trainerteam“, erklärt Winkler, der auch im Falle eines Abstiegs an der bisherigen Konstellation auf der Trainerbank festhalten.

Restprogramme:

Sirnach: Schaan (H), Töss (A), Freienbach (H), Frauenfeld (H), Phönix-Seen (A)

Mels: Linth (H), Töss (H), Chur 97 (A), Frauenfeld (A), Oerlikon-Polizei (H), Schaan (A)

Töss: Mels (A), Sirnach (H), Schaan (H), Frauenfeld (A)

Phönix Seen: Schaffhausen (A), Altstätten (H), Seuzach (A), Sirnach (H)

Schaan: Sirnach (A), Oerlikon-Polizei (H), Töss (A), Mels (H)