Ersatzgeschwächt nach Rorschach

Noch fraglich: Agim Zeciri (l.) kämpft mit einer Muskelverhärtung.

Morgen um 17 Uhr greift der FC Schaan wieder in die 2.Liga-Meisterschaft ein. Dabei muss Trainer Daniele Polverino auf wichtige Spieler verzichten. „Es wird sicher nicht leicht, gegen den Absteiger zu punkten“, sagt der Italiener. „Dennoch spielen wir auf Sieg.“ Polverino erwartet ein kampfbetontes Spiel und drängt Rorschach in die Favoritenrolle. Der Trainer ist froh, dass die Kaderzusammensetzung in dieser Saison besser ist als letztes Jahr. So können verletzte und abwesende Spieler besser kompensiert werden. Der FC Schaan hat einen Lauf, so viel ist klar. Der Tabellenzweite geht jedoch ersatzgeschwächt nach Rorschach. Die lange Pause zwischen Cup und Meisterschaft hat dem Fanion-Team offenbar nicht gut getan: Einige Spieler konnten wegen Ausbildung (Michael Giger) und Krankheit (Melvin Ender) nicht trainieren. Ausserdem fehlen Luca Ventura, der immer noch an einem Muskelfaserriss laboriert und Semir Nuhija, der im Ausland weilt. Dafür kann Daniele Polverino wieder auf Tobias Schäpper zurückgreifen und auch bei Bernhard Allgäuer könnte es für einen Teileinsatz reichen. „Vor allem um die Defensive muss ich mir Gedanken machen“, sagt der Trainer vor dem Abschlusstraining.

Gegner ist nicht zu unterschätzen
Sorgen macht sich Polverino ausserdem um Agim Zeciri. Der Flügelflitzer und bisher torgefährlichste Spieler der Mannschaft kämpft mit einer Muskelverhärtung. Hier wird sich heute Abend zeigen, ob er morgen einsatzfähig ist. „Ich freue mich, dass Bernhard Allgäuer jetzt wieder fit ist, somit ergeben sich für mich Alternativen.“
Zum Gegner Rorschach gibt es für Polverino auch einiges zu berichten. „Die Rorschacher sind abgestiegen und wollen wieder dorthin, wo sie hingehören. Der schwache Saisonstart sollte nicht über die Qualität der Mannschaft hinwegtäuschen“, stellt der Italiener fest. „Vor allem zu Hause sind sie eine Bank und gewinnen ihre Spiele. Auch auswärts verloren sie nur gegen die starken Arbon und Ems. Überraschend holten sie in Sevelen nur einen Punkt.“ Der Fussballplatz in Rorschach liegt leicht schief und sei „etwas Besonderes“, wie Polverino feststellt. „Es wird ein schwieriges und kampfbetontes Spiel. Rorschach ist aggressiv und hat südländisches Temperament. Auf jeden Fall wollen wir das Spiel positiv gestalten und in jedem Fall punkten – am liebsten dreifach.“