Torloses Remis hält Meisterschaft spannend

Fussball LFV Cupfinal: FC Vaduz - FC SchaanIn Diepoldsau hätte die 1. Mannschaft die Chance gehabt, Die Konkurrenz deutlich zu distanzieren. Zahlreiche ungenützte Möglichkeiten verunmöglichten dieses Ziel. Man war überlegen, schoss aber die notwendigen Tore nicht.

Bereits zu Beginn von Halbzeit eins war Schaan das bessere Team. In der intensiv geführten Partie beherrschten die Schaaner, die aufgrund von Spielsperren auch Paco Mohammed und Thomas Hagmann verzichten mussten, das Mittelfeld deutlich. Sie waren meist einen Tick schneller und liessen die Gastgeber nicht ins Spiel kommen. Burak Eris und Lucas Eberle verteilten die Bälle und die Stürmer kamen zu ihren Gelegenheiten.

Was fehlte, war der letzte Pass bzw. der Abschluss im richtigen Moment. So war es zunächst Andreas Schweiger, dem es nicht gelang, den Goalie zu überheben – das war aber nur eine von vielen Chancen, welche die Schaaner nicht nutzen konnten. Auf der anderen Seite war bei zwei Diepoldsauer Chancen Goalie Elvir Spahic zur Stelle.

In der zweiten Halbzeit agierten ebenfalls die Schaaner: Das Flügelspiel funktionierte in vielen Fällen. Lucas Eberle, Agim Zeciri und Binjamin Ismaili fanden einige Chancen vor, scheiterten aber an der Präzision im Abschluss. Am Ende hatte Schaan sogar noch Glück, dass nicht die alte Fussball-Weisheit „Wenn man sie vorne nicht macht, kriegt man sie hinten“ eintrifft. Matthias Quaderer kratzte in der 90. Minute einen Ball für den geschlagenen Spahic von der Linie. Den finalen Lucky-Punch verpasste dann Agim Zeciri in der Nachspielzeit.

Nun führen die Schaaner mit zwei Punkten Vorsprung bei zwei verbliebenen Spielen die Tabelle an. Man spürt den Hauch von Ruggell bzw. Staad im Nacken und steht weiterhin unter Druck – denn das Polster ist denkbar dünn. Mit Burak Eris fehlt zudem gegen Dardania im nächsten Spiel ein wichtiger Mann aufgrund einer Gelbsperre.

Telegramm

Rheinauen, Diepoldsau. 150 Zuschauer

FC Schaan: Spahic; F. Quaderer, F. Eberle, M. Quaderer, Flatz; Ismaili, Eris (ab 74, Jakovljevic), Rui Almeida, L. Eberle, Zeciri; Schweiger (ab 62. Pires).