FCS verliert letztes Spiel vor der Winterpause

Fussball Liechtensteiner Cup Viertelfinal: FC Schaan - FC VaduzMit einer klaren und am Ende verdienten 0:3-Niederlage verabschiedet sich der FC Schaan in die Winterpause. Während die Schaaner in der ersten Halbzeit gut dagegenhielten, konnten sie dem Weesener Druck in der zweiten Halbzeit nicht standhalten.

Die Affiche war klar:Weesen als Tabellenvierter war auf dem eigene Platz zu favorisieren: Zum einen, weil in Schaan zurzeit derWurm drin ist und zum anderen, weil es schwierig ist, auf dem Sportplatz Moos das Passspiel zu etablieren. Die Weesener trotzten zuletzt sowohl dem FC Arbon als auch dem FC Diepoldsau-Schmitter ein 0:0-Remis ab und man sah auch, wie dies gegen die spielerisch starken Teams funktionierte: Bereits in den ersten Minuten sah man, dass sich die Schaaner auf dem holprigen und tiefen Geläuf schwertaten, die Bälle zu kontrollieren. Viele Fehlpässe waren die Folge. Dennoch: Es gab Chancen auf beiden Seiten.

Harte Gastgeber
Dass die Weesener hart spielten und ihre Angriffe oft eher auf den Mann als auf den Ball ausführten, beeindruckte den Schiedsrichter Mile Milic nicht: Er liess den Karton stecken, obwohl einige Sliding Tacklings auf Kniehöhe stattfanden. Für ein vergleichsweise harmloses Foul am Mittelkreis sah Schaans Aliu aber Gelb. Die Schaaner liessen sich aber in der ersten Hälfte davon wenig beeindrucken. Die besten Chancen auf Schaaner Seite fanden Zeciri und Troisio vor. Der Spielertrainer prüfte mit einem Freistoss aus 22 Metern den starken Goalie N’Guettia im Kasten der Gastgeber. Auf der anderen Seite konnte sich der in Topform befindliche Claudio Majer bei einem Muratti-Schuss aus sieben Metern in Szene setzen. So war der 0:0-Halbzeitstand vor allem den guten Keepern zuzuschreiben.

Schaan stand in Halbzeit zwei zu tief
In der zweiten Halbzeit war Weesen klar die bessere Mannschaft.Weniger rustikal als in der ersten Halbzeit, aber trotzdem konsequent drückten sie die Gäste in die Defensive. Offensivakzente der Schaaner suchte man vergebens. Die Oberländer standen tief und waren in erster Linie bemüht, Schlimmeres zu verhindern. Vorstösse der Schaaner wurden unterbunden. Lange Zeit sah es so aus, als ob die Partie mit 0:0 enden würde – bis Matas in der 73. Minute seinen gebotenen Raum nützte und den Ball für Majer unhaltbar in die Maschen setzte. Die Schaaner konnten nicht reagieren. Immer wieder versprang ihnen der Ball oder sie brauchten in der Bewegung nach vorne zu lange, um das Leder unter Kontrolle zu bringen. So war es für die aufsässigen Weesener ein leichtes Spiel, ihre Führung zu verteidigen. Schaan stand – komplett verunsichert – zu tief in der eigenen Hälfte und zeigte zu wenig, dass das Team noch den Ausgleich erzielen will. Der «Todesstoss » für die Gäste war dann das 2:0 durch Güre. Das 3:0 durch Müller nach einem Konter in der Nachspielzeit nur noch Formsache.

Die Winterpause kommt gelegen
Für Schaan kommt die Winterpause zweifellos gelegen. Dass das Team Qualitäten hat, ist unbestritten.Vor allem gegen den Leader aus Ems hat man das zuletzt sehen dürfen.Auch gegen spielerisch starke Mannschaften wie Arbon hielt man bis zum Schluss dagegen und wurde nicht belohnt. Das Kader ist – imVergleich zu den beiden Vorjahren – in der Breite nicht so stark besetzt. Das Einbauen und Ausbilden der jungen Spieler benötigt Geduld – sowohl bei den Zuschauern als auch beimTeam.Anstatt im Sommer gestandene «Kracher» zu verpflichten, hatten die Schaaner junge Spieler aus den eigenen Reihen in die erste Mannschaft «befördert». Langfristig verspricht man sich davon aber mehr. Gerade, weil man so den eigenen Jugendspielern die Chance bietet, in der ersten Mannschaft Fuss zu fassen. Die Winterpause – bis zum nächsten Meisterschaftsspiel werden sechs Monate vergehen – dient nun der weiteren Konsolidierung des Teams.

Telegramm:
Sportplatz Moos, Weesen: 150 Zuschauer. – SR Mile Milic, assistiert von Braunwalder und Guedes Pinto. Weesen: N’Guettia; Rimini, Schneider, Heinzer, Thoma (ab 52. Boshtraj); Müller, Misirli (ab 86. Güre), Steiner, Ayres (ab 60. Gmür); Matas, Murati Schaan: Majer; Ventura, D’Elia, Troisio; Weiss, Beqiri (ab 79. Marxer), Aliu, Isufi; Giurgola (ab 57. Schierscher), Bischof (ab 65. Eris), Zeciri.

Tore: 1:0 73. Matas; 2:0 87. Güre; 3:0 91. Müller.

Bemerkungen: Schaan ohne Baumgartner, Rupf, Davida, Toto, Pescio, Capobianco (alle verletzt), Dünser (beruflich verhindert), Lage (Azzuri). Verwarnungen: Ayres bzw. Beqiri, Aliu. Letztes Spiel von Co-Trainer Rahmet Abdi und Coach Andi Kollmann an der Seitenlinie des FC Schaan (Rücktritte aus beruflichen respektive zeitlichen Gründen).