Cupsensation: Schaan siegt in der Verlängerung

Meisterschaft 3. Liga FC Schaan 1 - FC Appenzell 1Der FC Schaan siegt in einem Cup-Krimi gegen den um drei Ligen höher spielenden FC Balzers mit 4:2 (0:2) nach Verlängerung. Mit einer starken Mannschaftsleistung – vor allem in der zweiten Halbzeit und der Verlängerung verdiente sich die Truppe von Trainer Nati Staub redlich. „Darauf können wir nun aufbauen“, meinte Staub, der bereits das Derby gegen den FC Triesenberg fokussiert.

Der Erstligist FC Balzers scheitert erneut an einem unterklassigen Gegner. Bereits im Vorjahr war im Viertelfinale, welches man mit 1:3 gegen die Vaduzer U23 verlor, Schluss. Gestern Abend dachte im Voraus jedoch niemand an ein Scheitern der Balzner. Doch mit dem Anpfiff war es der FC Schaan, der besser ins Spiel fand und einige Male vor das Balzner Tor kam. Zudem trat FCS-Kapitän Agim Zeciri zwei gefährliche Freistösse, die dank des starken Rückenwinds zu richtigen Geschossen wurden und FCB-Torhüter Hobi vor einige Probleme stellten.

Balzers zeigt Klasse

Völlig entgegen des Spielverlaufs stand es in der elften Minute plötzlich 0:1 für den FC Balzers. Mit der allerersten Torszene traf Moritz Eidenbenz für die Gäste. Das Spiel gestaltete sich in Folge ausgeglichener. In der 34. Spielminute das 0:2 für den FC Balzers. Ausgangspunkt war Torhüter Thomas Hobi, welcher einen weiten Abstoss ins Mittelfeld beförderte. Von dort landete der Ball über Sele und Wolfinger bei Kameri, welcher alleine aufs Schaaner Tor zulief und souverän zum 0:2 für den Favoriten einschob. Zu diesem Zeitpunkt gewann der FCB die Überhand und verwaltete die Führung souverän bis zum Pausentee.

Schaan zeigt Moral

Nach 0:2-Rückstand und einem FC Balzers, der nun mit dem Wind im Rücken spielte, glaubte niemand mehr, dass in der zweiten Halbzeit noch einmal Spannung aufkommen würde. Doch erneut waren es die Schaaner, die besser in die zweite Halbzeit starteten. Trotz besserem Start hätte FCB-Stürmer Bless knapp sieben Minuten nach Wiederanpfiff alles klarmachen können, verstolperte jedoch den Ball, ohne unter Druck gewesen zu sein. In der 60. Minute läutete Abwerchef Agron Beqiri mit seinem Treffer nach Zeciri-Freistoss die Aufholjagd der Schaaner ein. Aron Sele fasste sich in Folge noch Mal ein Herz und traf per Weitschuss die Latte (72.). Den Balznern blieb das Glück in dieser Phase des Spiels jedoch verwehrt. So stand es nach 82 Spielminuten 2:2. Agim Zeciri profitierte von einem Patzer des FCB-Verteidigers Armando Heeb, welcher einen Ball falsch einschätzte, sodass Zeciri alleine auf Hobi stürmen konnte. In der 89. Spielminute traf Moritz Eidenbenz per Freistoss erneut die Latte, Schaan überstand jedoch die offizielle Spielzeit, ohne weiteren Schaden zu nehmen.

Schaaner Joker stechen in Verlängerung

In der Verlängerung wollte Schaan den Sieg merklich mehr und warf alles nach vorne. In der 103. Minute wurde das Team von Trainer Staub dafür belohnt. Der eingewechselte Behluli traf per Weitschuss flach ins lange Eck. Der ebenfalls eingewechselte Guerreiro liess in Folge die Ausgleichsmöglichkeit aus, bevor Dragan Nikolic in der 117. Minute nach einem Querpass einschob und alles klarmachte.

Trainer Staub war nach dem Spiel zufrieden: „Man sieht, dass wir als Mannschaft langsam zusammenwachsen. Denn wenn man keine Mannschaft ist, dreht man so eine Partie nicht mehr – zumal der höherklassige Gegner eine besondere Herausforderung war“, erklärt der Schaaner Trainer. „Nun gilt unsere Konzentration dem nächsten Gegner, dem FC Triesenberg, am kommenden Samstag. Hier müssen wir nochmals alles abrufen.“

Telegramm:

Rheinwiese, 120 Zuschauer.

Schaan: Thomann; F. Quaderer (ab 58. M. Nikolic), Beqiri, Almeida, O. Eris; Zeciri, L.Eberle, Paco, Sisic (ab 75. Behluli); B. Eris, Ismaili (ab 46. D. Nikolic).

Balzers: Hobi; A. Heeb, Foser, Frick, Göppel; F. Wolfinger (ab 64. Yildiz), Sele, Hermann (ab 78. Guerreiro), Eidenbenz, Kameri (ab 46. Domuzeti), Bless.

Tore: 0:1 11. Moritz Eidenbenz, 0:2 34. Dukagijin Kameri, 1:2 60. Agron Beqiri, 2:2 82. Agim Zeciri, 3:2 103. Fitim Behluli, 4:2 Dragan Nikolic.