Souveräner 3:0 Sieg in Rüthi

BucciolHerbstzeit, Zeit, in der die Blätter von den Bäumen fallen. Auf dem «Rheinblick» in Rüthi fallen aber nicht nur diese von den Bäumen – es fallen auch Tore. Zum Leidwesen der einheimischen Fans aber auf der falschen Seite. Nach einem halben Dutzend vor einer Woche waren es diesmal zwar nur noch die Hälfte, aber immer noch zu viele. Dies ist aber doch verwunderlich, denn wegen der Überlegenheit des Gegners hätten es mehr sein können. Zeitweise brach die Schaaner Angriffswelle wie ein Tsunami über Rüthis Abwehrreihe herein.

Hektischer Anfang

Das Spiel wurde von beiden Teams hektisch und mit vielen Fehlzuspielen angefangen. Fast eine Viertelstunde tat sich nichts Nennenswertes auf dem Rasen. Dann kam Schaan auf der linken Seite zu einem Freistoss. Der von Flatz scharf getretene Ball wurde von einem Rüthner ins eigene Tor abgefälscht. Dies war ein Stich ins Herz der Rüthner Abwehr und wohl eine Vorentscheidung. Rüthi konnte in der Folge nicht reagieren und kam in der ersten Halbzeit zu keiner eigentlichen Tormöglichkeit. Im Gegenteil, Blaser musste drei Minuten nach dem Führungstor der Gäste einen Freistosshammer von Zeciri –– zusammen mit Paco, Lucas Eberle und Almeida die auffälligsten Gäste – – entschärfen. Rüthi bekam nach 27 Minuten den ersten Corner zugesprochen, der nichts einbrachte. Auch die beste Torchance, ein sehenswertes Zuspiel von Sanseverino auf Allgäuer, brachte keinen Zins. Eine Minute später zeigten die Liechtensteiner, wie es geht: Lucas Eberle versetzte rechts aussen Ibrahimi und bediente den vor dem Tor lauernden Burak Eris, der sich nicht zweimal bitten liess und auf 0:2 erhöhte. Allgäuer brachte dann in der 42. Minute den ersten Rüthner Schuss aufs Schaaner Tor, jedoch genau in die Hände von Spahic. Kurz darauf verhinderte Langenegger mit letztem Einsatz das mögliche 0:3 vom omnipräsenten Zeciri.

Partie flachte ab

In der zweiten Halbzeit ebbte der Tsunami etwas ab, ohne dass die Gastgeber aber davon profitieren konnten. Der eingewechselte Bucciol brachte zwar Zug aufs Tor, blieb aber wie Hobel und Allgäuer ohne Torerfolg. Besser machte es auf der Gegenseite Fabian Eberle, der nach Vorarbeit von Zeciri auf 0:3 erhöhte. Kurz darauf verhinderten Ammann und Blaser gegen den anstürmenden Zeciri ein mögliches viertes Goal von Schaan. In der 77. Minute dann die klarste Rüthner Torchance: Sanseverinos gut getretener Freistoss aus 25 Metern landete aber an der rechten, unteren Torumrandung.

In der letzten Minute hatte Hobel noch das Ehrentor auf dem Fuss; es sollte nicht sein. Aufgrund der Feldüberlegenheit, die Schaaner waren mindestens 60:40 im Ballbesitz, geht der Sieg der Gäste voll in Ordnung. (mäx)

Telegramm

FC Rüthi – FC Schaan 0:3 (0:2)

FC Schaan: Spahic; F. Quaderer, Beqiri, M. Quaderer, Flatz (71. Carrabs); Figueiredo (59. Behluli), Mohammed, F. Eberle, L. Eberle; B. Eris, Zeciri (72. Ismaili).

Tore: 15. Valentin Flatz 0:1, 37. Burak Eris 0:2, 70. Fabian Eberle 0:3.

Gelbe Karten: 12. Hamburger, 14. Sanseverino (beide Rüthi).